Oektem und Partner - Zahnärzte in Konstanz, Bodensee
Verlust der Milchzähne verursacht Kariesgefahr (09/2006)
Freiburg (dpa) - Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren sind nach Erkenntnissen von Medizinern besonders stark von Karies bedroht. Das bestätigte der Gießener Zahnmedizin-Professor Joachim Klimek bei einem Fachkongress in Freiburg.

Der Verlust der Milchzähne bringe eine große Gefahr. Die Mundhöhle sei nach dem Ausbrechen der Milchzähne besonders empfindlich gegenüber Karies. Diese Gefahr halte zwei bis drei Jahre an. Der Zahnschmelz müsse in dieser Zeit erst nachreifen. Wichtig sei daher gerade im Alter von sechs bis 12 Jahren ein intensiver Schutz der Zähne.

Die Eltern sollten darauf achten, dass die Zahnpasta ihrer Kinder genügend Fluorid enthalte. «Die ersten bleibenden Zähne brechen oft monatelang durch», sagt Klimek, der Direktor der Zahnklinik der Justus-Liebig-Universität-Gießen ist. In dieser Zeit würden die Zähne oft schlechter geputzt, weil die heraus fallenden Zähne Schmerzen verursachen. Dadurch werde die Gefahr von Karies zusätzlich erhöht.

Entscheidend für den Schutz vor Karies sei Fluorid. Dieses sollte in der verwendeten Zahnpasta enthalten sein, sagte Klimek. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) empfehle, Kinderzähne ab dem ersten Zahn mit einer Kinderzahnpasta, die wenig Fluorid enthält, zu putzen. Vom sechsten Lebensjahr an, wenn die ersten Milchzähne ausfallen, sollten sie die Erwachsenenzahnpasta benutzen, die mehr Fluorid enthält.

Die Zahnpasta für Erwachsene werde von Kindern jedoch häufig als zu scharf empfunden, sagte Klimek. Abhilfe habe die Industrie mit einer neu entwickelten Zahnpasta geschaffen. Diese richte sich an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahrern. Sie sei derzeit in Apotheken und beim Zahnarzt erhältlich. Im kommenden Frühjahr soll sie den Angaben zufolge in den Handel kommen. Entwickelt wurde sie vom Zahnpasta-Hersteller aus dem südbadischen Lörrach.

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